Bahnhofsblues

Ich ging zum Bahnhof, schaute mir den Fahrplan an:

Der letzte Zug ist gerade abgefahrn.

 

Am Bahnsteig regnet es, der Wind weht kalt.

Es wird schon Herbst, das Jahr wird langsam alt.

 

Die Bäume lauben schon, sind gelb und braun.

Die Vögel sind nach Süden abgehaun.

 

Ich ging zum Bahnhof, schaute mir den Fahrplan an:

Meine Liebste ist mit dem letzten Zug gefahrn.

 

 

Oh Sole mio relouded

Bangladesch unter Wasser,

Pakistan in Flammen,

und Du liebst mich auch nicht mehr.

 

Hurrcan über Kuba,

der Ätna bricht aus,

und Du liebst mich auch nicht mehr

 

Bin durch den Himmel gereist

mit Dir

Bin durch die Hölle gefahren

mit Dir

 

Der Albatros breitet die Flügel,

weit über den Wind,

der Ozean schluckt meine Tränen.

 

Im eigenen Blut ertrinkt,

die Sonne abends im Westen,

die Nacht schluckt meine Tränen.

 

 

So ferne Sterne

Es glitzert Gold in deinem Haar,

im tiefen Tal im Wiesengrund.

Der zarte Duft des Rosenstrauchs,

die Dornen aber reißen wund.

 

So fern die Sterne,

so nah der Sand.

Der Mond schaut in die tiefe See,

sieht er den Meeresgrund?

Sieht er den Meeresgrund?

 

Es glitzert Schnee in deinem Haar,

weht offen –  ungebunden.

Es wärmt das stärkste Feuer nicht,

die Glut des Feuers brennt nur Wunden.

 

 

VOODOO

Schweißnasse Stirn,

in den Adern wächst Eis.

Ich werd erfrieren

und mir ist heiß.

 

Voodoo

setzt mir zu!

 

Zittrige Hand

nervöses Zucken.

Bin wie gebannt,

kann kaum schlucken.

 

Voodoo…..

setzt mir zu!

 

Hexe der Nacht,

was hast Du mit mir

gemacht?

 

Kaltheißes Feuer,

trockene Kehle,

starre Glieder,

zerfetzte Seele.

 

Oh Du

setzt mir zu!

 

 

Vitamin D Mangel

Als ich über eine Schwalbe stolperte

und ich mit schwerem Kopf auf die Grasnarbe fiel,

rollte mir eine Regenperle in den Nacken.

 

Zu kalt zum Baden,

hinter keinem Busch

ein irgendwie gearteter Sommer.

Vitamin D Mangel.

 

Lässt allmählich meine Knochen

weich werden.

Wärme auf der Haut fehlt.

Wärme, die durch die Haut geht,

fehlt.

 

Vitamin D Mangel

D ­ U  fehlst mir!

 

 

Unmögliche Liebe

Ich hätte nie in deine Augen schauen soll’n,

in diesen Quell der Zärtlichkeit, sie sind so tief,

dass wenn ich erst einmal darin versunken wär‘,

ich sicher meine Augen nicht mehr von dir ließ.

 

Ich wünschte, diese zarte Glut hätt‘ mir gegolten.

Wie gern würd‘ ich in deinen Armen ruhn!

Der düstere Dämon der Unzufriedenheit,

der wär‘ gebannt, wie ich durch deine Zärtlichkeit.

 

Ich wünschte, diese zarte Glut hätt‘ mir gegolten!

Doch Männer schaust du leider nicht so an!

Als ich mich in dich jäh verliebte, da

lag eine Frau wie du in deinem Arm.

 

 

Jede Sau

Ihr sucht die Helden und die Sieger

und träumt von einem Märchenprinz.

Es wird euch warm und eng im Mieder,

doch leider nicht bei Kunz und Hinz.

 

Denn einfach nur ein Mann zu sein,

das reicht bei keiner Frau.

Ach wäre ich doch statt Mensch ein Schwein,

mich liebte jede Sau!

 

 

Genug

Acht Jahre sind genug,

die Liebe nun ein alter Hut.

Herrgott für jeden kommt der Zug,

du brauchtest dazu nur etwas Mut,

um aufzuspringen.

 

Nun steh ich wieder an den Gleisen,

mein Herz wird kalt, fängt an zu reisen.

 

 

Genug

Die Illusion vom ewigen Leben,

die Illusion von wenigstens,

solange wie wir hier gewesen.

 

Nein Jahre zählt man halt nach Jahren

und davon hat man nie genug,

um sie an einen zu verschwenden,

das könnte nur in Langeweile enden.